Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Holzhausen

1739 galt es wie in anderen hessischen Dörfern, was in der Gebenordnung angeordnet wurde. Leder Eimer gehören, wie auch in allen anderen hessischen Dörfern, zu den Feuerwehr-Gerätschaften jeder Gemeinde. Feuer-Lärm oder Geschrei ist, sobald in einem Haus Feuergefahr vorhanden, sogleich von dessen Bewohnern sowohl als von den Nachbarn oder denjenigen, welche es am ersten gewahr werden, zu erheben.

 

Aus den Anordnungen ist weiter zu entnehmen, das das Feuergeschrei von allen Bürgern. Die es hören, weiterzugeben war und der Küster die Glocke zu schlagen hatte. Dieses Feuergeschrei.War bei uns, wie das Glockenschlagen, bis zum Jahre 1933 üblich.Eine organisierte, ausgebildete Feuerwehr gab es vor 1866 in unserem Dorf nicht. Die Feuerordnung die festlegte, was im Brandfall zu tun war, hatte der Grebe (Bürgermeister) mindestens zweimal Jährlich öffentlich in der Gemeindeversammlung zu verlesen.

1933  Die Freiwillige Feuerwehr Holzhausen e.V. wurde am 11. Februar 1933 gegründet. Mit Bekanntmachung durch den Ortsdiener, der diese damals noch mit der Schelle angekündigte und dann auf der Straße  ausrief, wurden alle feuerwehrpflichtigen Männer des Dorfes zum Feuerdienst für Sonntag den 11. Februar 1934, zum Spritzenhaus befohlen. Den Erschienen wurde eine Rede gehalten, in der zu Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr in einer Art aufgefordert wurde,die es unmöglich machte, diesem Aufruf nicht zu folgen.

 

So gingen dann auch alle, dies es anging zum Saal im Gasthaus „“Deutsches Haus“ , wo die Satzung verlesen und die Gründungsversammlung nach Vereinsrecht abgehalten wurde.Es meldeten sich viel mehr Männer zur Freiwilligen Feuerwehr als man brauchte. Eine Reihe von dem Männer sah in der Mitgliedschaft  bei der Freiwilligen Feuerwehr eine willkommene Möglichkeit, dem Drängen zur Mitgliedschaft in der SA oder einer anderen NS- Organisation zu entgehen. Man nahm nicht alle, die Mitglied werden wollten, auf aber dennoch viel mehr, als für die Feuerwehr nötig gewesen waren.

 

Der Bürgermeister, damals Dorfschulze geheißen, ernannte Herrn Rudolf Andrecht zum Feuerwehrführer und Herrn Karl Kastrop zu dessen Stellvertreter. Die Ernannten waren weder gewählt noch waren sie um die Bereitschaft gefragt worden.

1943 Trotz des Krieges mit der daraus bedingten Materialverknappung wurde die Ausstattung der Feuerwehr bis in Jahr 1943 hinein ständig verbessert. Als die Mannschaftsstärke der Wehr durch Einberufungen zum Heeresdienst immer  mehr zusammenschmolz, wurde aus der Hitlerjugend eine HJ- Feuerwehrschar mit 12 Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren gebildet. Auch aus dem Bund Deutscher Mädel (BdM) wurden Mädchen im Alter von 18 bis 20 Jahren als Mädchenfeuerwehr ausgebildet.Die Ausbildung leitete der Kreiswehrführer Wicke aus Hofgeismar, der auch nach dem Krieg wieder
Kreisbrandmeister war. Jeden zweiten Sonntag musste die Feuerwehr samt HJ-Feuerwehrschar und Mädchenfeuerwehr  zur Schulung und Übung antreten. Wo die Freiwilligen in der Feuerwehr nicht ausreichten wurden ältere Männer zum Dienst verpflichtet.

 

Bei Wehrübungen ohne begründete Entschuldigung Fehlende belegte man mit 3 DM Strafe.Man darf dabei nicht außer Betracht lassen, dass es damals noch keinen arbeitsfreien Samstag gab und die meisten Arbeiter eine 60 – 70 Stundenwoche mit langen und oft durch Angriffen aus der Luft gefährdeten Fahrzeiten überfüllten Bussen oder Eisenbahnen hinter sich hatten.Die Nachtruhe wurde nur zu oft durch Fliegeralarm gestört, so dass man auf Sonntagsruhe zur Erholung angewiesen war. Zum Schluss des Krieges steckte man die durch Überforderung erschöpften älteren Männer in Feuerwehruniformen mir der Armbinde „“ Volkssturm“ und ließ Sie zum Einsatz ziehen, was gleichbedeutend mit Tod und Gefangenschaft war. Es ist deshalb nicht verwunderlich, das die US-Armee nach dem Krieg auch die Feuerwehruniform verbot.

 

1948 Brand Bauernhof “ Lindenhof“ am 22.06.1945
Bis zum Jahre 1948 gab es keine organsierte Feuerwehr in Holzhausen. Von Dienstpflicht, Gehorsam,Antreten, Üben und Freiwilligkeit hatte man erstmals die Nase voll.

1948 Im Gasthaus zur Erholung bei Karl Köster fanden sich zusammen: Rudolf Andrecht,Bruno Glindmeyer, Gustav Ahlborn, Alfred Reuse, Franz Grußer, Helmut Andrecht, Rudolf Rudorfer, Karl Köster. Sie beschlossen die Freiwillige Feuerwehr in Holzhausen erneut zu gründen. Die Versammlung dieser Männer, die vom ehemaligen  Wehrführer Rudolf Andrecht geleitet wurde, wählte Bruno Glindmeyer zum Ortsbrandmeister. Am 12.09.1948 fand sich die Feuerwehr mit 11 Mitgliedern im Gerätehaus ein und übernahm  in Anwesenheit des Kreisbrandinspektors Wicke aus Hofgeismar und des 1. Beigeordneten Willi Kurth die Geräte und Ausrüstungen, die noch vorhanden waren. Anschließend hielt der Kreisbrandinspektor einen Vortag über Brandbekämpfung.In den Folgezeiten waren die Wehrmänner beschäftigt, das Gerät und das Schlauchmaterial wieder einsatzfähig zu machen, die Uniformen, die vor dem Krieg ausgegeben wurden, einzusammeln, um die neuen Mitglieder einzukleiden.
 
1933    Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1935    wurde das Feuerwehrgerätehaus zwischen der Immenhäuser Straße und der Stützmauer der Kasseler Straße erbaut
 
1948    nach dem zweiten Weltkrieg trafen sich, am 04. September 1948, acht Männer und gründeten die Feuerwehr neu
 
1949    stellte die Gemeinde 900 DM zur Anschaffung neuer Ausrüstung

1950    am 1.Januar 1950 Brand des Bauernhofs Schäfer in der Weidestraße

1950    erhielt die Wehr eine Tragkraftspritze TS8/8 für 3880 DM von der Gemeinde

1952    wurde Rudolf Andrecht zum ersten Ehrenmitglied der Wehr ernannt

am 21. März 1952 beschloss die Gemeinde einstimmig, die Satzung der Freiwilligen Feuerwehr und den gewählten Vorstand anzuerkennen
 
1954    Erhöhung der finanziellen Mittel der Gemeinde, von 1695 DM jährlich auf 4550 DM

1958    6. August 1958 Gründung der Feuerwehr Kapelle. In den ersten Jahren unter der Leitung von Walter Schikor. Im Anschluss übernahm Herr Walter Seide die Stabführung. Herr Seide bracht die nötige Erfahrung mit und stellte sein großes Können stets unter Beweis

 
1963   

Großbrand. Am 17. Januar 1963 brannte der Dachstuhl eines Hauses in der Gartenstraße in voller Ausdehnung. Durch das schnelle Hadeln der Feuerwehrleute konnte ein Übergreifen auf nebenstehende Gebäude verhindert werden. Kreisbrandmeister Schwarz sprach der Wehr unter der Leitung des Brandmeisters Armin Diehl sein Lob aus.

 
1963    Gründung der Jugendfeuerwehr Holzhausen
 
1964    Adam Martin wird wegen seiner erfolgreichen Arbeit zum Oberbrandmeister befördert

1969    am 31. Juni 1969 wurde der Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug (LF8) übergeben

1970    Anschaffung einer Standarte, Gesamtkoste 1600 DM

1970    Kreisfeuerwehrverbandsfest und 950 Jahrfeier

1970    am 01. Dezember 1970 wurde die Gemeinde Holzhausen ein Stadtteil von Immenhausen, somit blieb die Feuerwehr eine Einheit

1971    bezieht die Feuerwehr Holzhausen ein neues Gerätehaus

1974    wird Adam Martin zum stellvertretenden Stadtbrandmeister gewählt

1975    Ölofenbrand im „Big Apple“

1975    am 04. Juli 1975 wurde der Wehr ein Funksprechgerät und ein Kommandowagen (VW Bus) von Bürgermeister Vocke übergeben

1977    zählte der Musikzug 59 Mitglieder

1978    zwei Brände an einem Tag (Waldbrand und Gebäudebrand)

1980    schwerer Verkehrsunfall eines Feuerwehrkameraden

1982    nächtlicher Großbrand in einem Fachwerkhaus

1982    Rainer Tölle wurde Wehrführer

 1983    Wilfried Sommer und Hermann Schütz werden für ihre Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit von der Stadt Immenhausen ausgezeichnet

1986    Holzhausen entging knapp einer Katastrophe. 1,7 Mio. DM Schaden durch zwei Großfeuer, Amtshof vernichtet, viele Häuser in Gefahr, Polizei sucht  Brandstifter, 3000 DM Belohnung

1987    erste Maifeier am Bürgerhaus unter der Regie von Stabführer Walter Seide

1988    Hermann Schütz wurde einstimmig zum Stadtbrandinspektor gewählt
25 jähriges Jubiläum der Jugendfeuerwehr Holzhausen

1989    Freiwillige Feuerwehr bekommt Pritschenwagen

1990    wird Eckard Sommer zum stellv. Stabführer gewählt

1991    neue Fahrzeuge für die Wehr (LF8/6 und ELW)

 1991-1992    wurde das Gerätehaus umgebaut. Hierzu wurden zahlreiche Stunden und Eigenleistung von den Mitgliedern der Feuerwehr erbracht

1992-1995    verzeichnet die Freiwillige Feuerwehr Holzhausen 72 Einsätze

1994    Gründung der Alters- und Ehrenabteilung durch Hermann Schütz

1995    Heiko Reuse wurde zum neuen Wehrführer gewählt

1996    wurde das Nachschubfahrzeug (TLF/8) auf einen Unimog ersetzt
Jürgen Langer wurde zum stellv. Wehrführer gewählt
Räuber-Kirmes mit Hugo und Uschi Engel als Kirmeseltern

1997    Vereinsfahrt nach Fährenbach (Thüringen)

1998    Heiko Reuse wurde am 19.Januar 1998 zum stellv Stadtbrandinspektor gewählt

1999    verstarb unser stellv. Wehrführer Jürgen Langer nach einem schweren Verkehrsunfall
wurde der Fahrzeugpark der Feuerwehr Holzhausen und der Feuerwehr Mariendorf getauscht

1999    Markus Kamenik wurde am 17. August 1999 stellv. Wehrführer

2000    Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Holzhausen
am 05. Februar 2000 wurde Markus Kamenik zum Wehrführer und Rainer Tölle zum stellv. Wehrführer gewählt
Mitte des Jahres übernahm Sascha Scholz die Wehrführung und wurde Ende des Jahres von Heiko Reuse ersetzt

2001    der langjährige Stabführer Walter Seide verstarb am 31. Mai 2001
Eckard Sommer übernahm den Posten des Stabführers und Hugo Engel die Stellvertretung
erste Zeltkirmes in Holzhausen (Steinzeit-Kirmes) Kirmeseltern waren Karsten Sommer und Antje Kamenik

2002    neue Namensgebung des Musikzuges („Lustige Dorfmusikanten“)
Dank der großen Mithilfe des Wehrführers Heiko Reuse erhielt die Feuerwehr Holzhausen ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25
desweitern bekam die Feuerwehr einen Mannschaftstransportwagen (MTW)
Jugendfeuerwehr feiert 40 jähriges Bestehen

2004    Antje Kamenik wurde zur stellv. Vorsitzenden gewählt
10 jähriges Jubiläum der Alters- und Ehrenabteilung

2006    im Januar 2006 wurde Antje Kamenik zur ersten Vorsitzende des Feuerwehrvereins gewählt
zweite Zeltkirmes unter dem Motto: „Mexico“. Kirmeseltern Peter und Martina Gramm
Abschlussfahrt der Einsatzabteilung nach Willingen

2007    Hermann Schütz übergibt das Amt des Leiters der Alters- und Ehrenabteilung an Peter Bobbe

2008    am 09. Februar 2008 legte Heiko Reuse nach 13 Jahren Wehrführung sein Amt nieder. Rainer Tölle übernahm das Amt des Wehrführers, Markus Kamenik die Stellvertretung

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